Pfarramt Waldbrunn-Lahr 06479/325

Auf DEIN Wort hin

Jesus beginnt mit seinem öffentlichen Auftreten. Das Volk, heißt es, drängt sich um ihn, um das Wort Gottes zu hören. Und er geht darauf ein. Er betätigt sich also als Lehrer.

Aber es genügt ihm nicht, immer nur die große Masse zu lehren. Er braucht Mitarbeiter, Helfer, die ihn unterstützen. Deswegen gibt er nach dem allgemeinen Unterricht noch gesonderten Spezialunterricht. Und das tut er nicht so sehr mit Worten, sondern dadurch, dass er die Jünger etwas tun lässt. Er lässt sie das tun, worin sie Experten sind, worin sie sich auskennen: FISCHEN.

Obwohl es nach vergeblicher Liebesmüh aussieht, obwohl es gegen jede Erfahrung spricht, am helllichten Tag hinauszufahren, wo sich alle Fische auf den Seegrund verzogen haben, lässt er sie hinausfahren. Und sie machen den Fang ihres Lebens!

Petrus spürt, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Dass es um mehr geht als um das Fische fangen. Erst die Predigt Jesu und dann dieser Fischfang. Er kann nur sagen: „Herr, geh weg, ich bin ein Sünder!“

Er spürt, dass hier etwas Größeres im Spiel ist als nur sein eigenes menschliches Zutun. Er spürt, dass göttliche Macht ihn ergriffen hat und durch ihn gewirkt hat. Das lässt ihn erschrecken - vor seiner eigenen Kleinheit und vor der göttlichen Größe. Seine menschliche Schwachheit und die Stärke Gottes sind zusammengekommen. Das hält er nicht aus: „Herr, geh weg - ich bin ein Sünder!“ Aber Jesus macht ihm nun klar, worauf es ihm mit dieser Lektion ankommt.

„Fürchte dich nicht. Von jetzt an wirst du Menschen fangen!“ Jesus hat beispielhaft deutlich gemacht, was er selber tut und was die Jünger auch tun sollen: Jesus hat aus der großen Masse der Leute einige ausgewählt, die er in besonderer Weise braucht - die Jünger, die Fischer. Und die Fischer haben aus der großen Masse der Fische im See ein Netz voll an Land gezogen.

Genauso sollen sie es mit den Menschen machen. Sie sollen in Zukunft Menschen für Gott an Land ziehen. Sie sollen diejenigen aus der Masse herausfischen, die für das Evangelium empfänglich sind, die beim Wort Gottes anbeißen.

Probieren geht über studieren. Jesus hat die Jünger die Erfahrung machen lassen, dass sie alles können, wenn er bei ihnen ist und ihnen den Auftrag gibt. Diese Erfahrung trägt und prägt sie. Sie gibt ihnen die Kraft, auch in Erfolglosigkeit den Mut nicht zu verlieren.

Ich frage mich, ob Jesus nicht auch in meinem Leben nach dem Grundsatz vor geht: Probieren geht über Studieren. Vielleicht kommt er auch gerade dann, wenn ich sage: „Es hat doch sowieso alles keinen Sinn. Da plagt man sich die ganze Zeit für nichts und wieder nichts. Da redet man sich den Mund fusselig, und nichts passiert!“

Und Jesus sagt: „Probier es noch einmal“ - und dann passiert etwas, was ich nicht zu träumen wage…     

Text: Markus Bendel Bildquelle: Pfarrbriefservice

 

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